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Vanille

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Stern  Wie man Vanille anbaut

 

(Vanilla planifolia, Vanilla fragrans, Vanilla aromatica)

Die Vanille ist eine Kletterpflanze ursprünglich aus Mexiko, die mehr als 10 Meter lang werden kann. Heute wächst sie in tropischen und subtropischen Gebieten auf der ganzen Welt. Ihre Früchte sind Hülsen von 10 bis 25 cm Länge und 5 bis 15 mm Durchmesser, die jeweils eine große Anzahl winziger Samen enthalten. Vanille wird getrocknet als ganze Schoten oder als flüssiger Extrakt angeboten. Natürliche Vanille enthält mehr als hundert aromatische Verbindungen, von denen die Hauptkomponente Vanillin ist. Künstlich hergestellte Vanille dagegen besteht nur aus synthetischem Vanillin, das in einer Lösung verdünnt ist.

Vanille gehört zu der größten Familie von Blütenpflanzen, den Orchideen und ist die einzige essbare Frucht aus dieser Pflanzenfamilie. Obwohl es andere Arten in der Gattung Vanilla gibt, die die natürliche Speise-Vanille liefern können, ist die Art Vanilla planifolia die am meisten kultivierte und diejenige mit dem höchsten Vanillin-Gehalt in den Schoten.

 

Stern  Anbaugebiet und Wetter

 

Die Regionen, die am besten für den Anbau geeignet sind, haben ganzjährig Durchschnittstemperaturen über 21° C, mit regelmäßigen Niederschlägen und hoher Luftfeuchtigkeit. Die Vanille liebt den Halbschatten. In Brasilien wird Vanille oft zusammen mit Kakaobäumen als Stützpflanze angebaut. Der Boden sollte gut drainiert, leicht, fruchtbar und sehr reich an organischer Substanz sein, die den Boden vollständig bedeckt und eine Schicht aus Pflanzenmaterial bilden sollte. Der Boden sollte für die meiste Zeit des Jahres leicht feucht sein, aber nicht durchnässt. Eine trockenere Periode von ungefähr ein oder zwei Monaten ist erforderlich, damit sich die Blüten bilden.

 

 

YouTube Video - Der Duft der Vanille

 

Stern  Kultivierung

 

Es dauert etwa 3 bis 4 Jahre, bis eine Vanilleplantage angelegt wurde und diese rentabel wird. Die Samen der Gewürzvanille benötigen eine lange Zeit, um zu keimen, daher wird die Vermehrung normalerweise durch Stecklinge durchgeführt. Die zu pflanzenden Zweige sollten 30 bis 100 cm lang oder länger sein, je größer der Steckling, desto schneller beginnt die Pflanze zu blühen, und ein bis drei Knoten des Stiels sollten in den Boden eingegraben werden. Die Blätter des Teils des Stammes, der unter die Erde kommt, müssen entfernt werden. An jedem Knoten befindet sich ein Blatt. Da es sich bei der Vanille um eine Kletterpflanze handelt, sind Stützen für das Wachstum erforderlich. Holzpfähle oder Pflanzstäbe aus anderen Materialien mit einer Höhe von 1,5 m sind ideal. Der Pflanzenabstand kann zwischen 1 und 3 m liegen. Kleine Abstände können jedoch die Schädlingsbekämpfung erschweren. Die Pflanzung kann am endgültigen Standort erfolgen oder auch in Töpfen oder Säcken. Das endgültige Einpflanzen der Stecklinge sollte erfolgen, wenn sich nach etwa 4 bis 6 Wochen Wurzeln gebildet haben und das Wachstum beginnt. Die Vanille kann bis zu 10 Jahren produktiv sein. Danach sollte die Plantage mit frischen Stecklingen erneuert werden.

 

 

YouTube Video - Orchideen: Echte Vanille (Vanilla planifolia) über Stecklinge vermehren

 

Stern  Vermehrung

 

Die Blüten besitzen Pollen und Narben, aber diese sind durch eine Membran räumlich voneinander getrennt. Dies verhindert die Selbstbestäubung der Blüte. In ihrem Ursprungsland Mexiko werden die Blüten der Vanille hauptsächlich von einheimischen Bienen der Gattung Melipona bestäubt. Als kultivierte Pflanzen müssen die Blüten der Vanille von Hand bestäubt werden. Das wird mit Hilfe eines Holz- oder Bambus-Zahnstochers möglich mit dem die Membran leicht weggeschoben wird, so dass man mit den Fingern die männlichen und weiblichen Teile der Blüte verbinden kann. Die Blüten müssen am Morgen bestäubt werden, da sie sich im Morgengrauen öffnen und dann sind weniger als zwölf Stunden Zeit für die Bestäubung der Blüte. Blüten, die  nicht bestäubt wurden, fallen an den folgenden Tagen ab. Die Bestäubung muss täglich vorgenommen werden, da die Blüten sich nicht alle zur gleichen Zeit öffnen. Ein Arbeiter kann etwa 1000 Blüten täglich bestäuben.

Die Entfernung von fremden, invasiven Pflanzen sollte mit großer Sorgfalt durchgeführt werden, da die Wurzeln der Vanille flach und sehr empfindlich sind.

 

 

YouTube Video - Explodierende Vanille-Preise: Was wird alles teurer?

 

Stern  Die Vanilleernte

 

Die Schoten werden geerntet, wenn sie eine gelb-grüne Farbe haben. Nach der Ernte müssen die Früchte einem Trocknungs- und Reifeprozess unterzogen werden, bevor sie gebrauchsfertig sind. Bei richtiger Aushärtung sind die Vanilleschoten flexibel, sehr dunkel und haben das gewünschte Aroma. Sie dürfen auch kleine Vanillin-Kristalle bilden, ein Zeichen der Qualität.

In der ersten Phase wird die vegetative Entwicklung der Schoten und Samen unterbrochen damit sie nicht weiter reifen. Die Schoten werden in etwa 65 ° C warmes Wasser getaucht oder mit Wasserdampf blanchiert.

Danach werden die Schoten für zwei oder drei Stunden in der heißesten Zeit des Tages, der Sonne ausgesetzt und am Ende des Tages in gefalteten Decken und in geschlossenen Kisten aufbewahrt, um die Schoten länger warm zu halten. Dies wird etwa 5 bis 8 Tage wiederholt. Jetzt erhalten die Schoten auch ihre bräunliche Färbung.

In einer weiteren etwa ein- bis dreimonatigen Phase werden die Schoten nur noch im Schatten getrocknet und gut belüftet. Danach werden sie in Kisten verpackt.

 

Stern  Ein Rezept der Atzteken

 

Xocolatl, das Getränk der Atzteken, ist ein bitteres Schokoladengetränk aus Kakaobohnen. Kombiniert mit echtem Vanillemark schmeckt es noch besser. Schon Montezuma fügte Vanille und Gewürze hinzu um den bitteren Geschmack etwas abzumildern. Das Wort "xocolatl" ausgesprochen "sho koh lah tuhl" kommt aus der aztekischen Sprache. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit das Wort "Schokolade". Xocolatl ist ein schaumiges Getränk und leicht im Mixer herzustellen. Das Originalgetränk ist kalorienarm und lässt sich wie Tee auch mehrmals am Tag genießen.

Rezept für Xocolatl: 100 ml Wasser oder wer es mag 100ml Milch (Das Originalrezept ist mit Wasser), 20 g echtes Kakaopulver oder 100% Bitterschokolade, eine Chili Malaguetta (das sind die kleinen roten Chilis), Zimt und das Mark einer Vanilleschote oder Vanilleextrakt je nach Geschmack hinzufügen.

Zubereitung: Alles im Mixer verrühren und dann erhitzen oder umgekehrt. Frisch aus dem Mixer ist das Getränk schaumiger. Wenn es unbedingt sein muss, dann kann man das Getränk mit Rohrzucker süßen.

Die angegebene Menge ergibt eine Tasse Atzteken-Trinkschokolade.

 

 

YouTube Video - Chocolate azteca / Aztec chocolate

 

Stern  Vanille-Extrakt

 

Sie können 100% natürliches Vanille-Extrakt günstig selbst herstellen. Benötigt wird hochprozentiger Trinkalkohol, am besten Wodka, da er relativ neutral im Geschmack ist. Verwenden Sie den billigsten Wodka, es kommt nicht auf die Qualität des Wodkas an, nur auf die Qualität der Vanilleschoten. Verwenden Sie Klasse B Madagaskar Bourbon Vanilleschoten. Die Sorte B ist speziell zum Extrahieren bestimmt. Sorte A Vanilleschoten sind zum Kochen gedacht.

Verwenden Sie Vanilleschoten, die Sie der Länge nach halbieren. Geben Sie alles in den Wodka. Je 50 ml Wodka sollten Sie mindestens eine Vanilleschote verwenden. Nehmen Sie ein Glas mit einem luftdicht schließenden Deckel. Die Schoten sollten mit Alkohol bedeckt sein. Sie können diese falls nötig halbieren oder noch kleiner schneiden. Während des Extraktionsprozesses schütteln Sie das Glas gelegentlich. Der Alkohol wird innerhalb weniger Tage dunkel. Sie können das Extrakt schon nach 6 Wochen verwenden, aber Vanilleextrakt wird mit dem Alter immer intensiver. Sie sollten 6 bis 12 Monate abwarten um das Geschmacksoptimum zu erreichen.

Vanilleextrakt verwendet man zum Backen, zum Kochen und für süße Speisen. Vanillekipferl, süße Pfannkuchen, Waffeln, Pudding und Eis sind typische Speisen, die Sie mit Vanilleextrakt verfeinern können.