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Terra preta

Tiere und Pflanzen » Agricultura Brasil » Terra preta

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ein scheinbares Wunder kann das Problem der globalen Erderwärmung lösen. Reisen sie nach Brasilien um das Wunder zu besichtigen: die "Terra preta". Eine äußerst fruchtbare schwarze Erde, die mitten im nährstoffarmen Urwaldboden existiert, ohne Dünger auskommt und vor Jahrtausenden von Menschen unter Zugabe von Mineralien, Fäkalien und Kohle hergestellt wurde. Kann Terra preta auch bei uns nach den Rezepturen einer untergegangenen Indiokultur hergestellt und eingesetzt werden? Neue Erkenntnisse in der Forschung stimmen mit den frühen Berichten der spanischen und portugiesischen Eroberer überein, die man bis heute als Übertreibung oder Spinnerei abtat.

 

Stern  Die Terra preta Wissenschaft

 

Die Forschung steht erst am Anfang. Terra preta ist sehr fruchtbar, lässt Pflanzen schneller wachsen, steigert die Ernte um ein vielfaches, gibt normaler Erde eine natürliche Regenerationskraft zurück und kann jeglichen Dünger ersetzen. Die Freie Universität Berlin betreibt ein Projekt mit Namen Terra BoGa, in welchem die Herstellung und Verwendung von Terra preta untersucht wird. Terra preta erfährt weltweit große Aufmerksamkeit weil sie möglicherweise das Problem der globalen Erderwärmung lösen kann. Auch in einem Unternehmen in Rheinland-Pfalz, das die kommerzielle Herstellung und Nutzung der schwarzen Erde erprobt, wird geforscht. Die bis jetzt entwickelten Produkte können in heimischen Gartenbetrieben schon jetzt käuflich erworben werden und sorgen für Riesengemüse.

 

Stern  Die Geschichte von Terra preta

 

Der spanische Eroberer Francisco de Orellana, 16. Jahrhundert, berichtete von dicht besiedelten Regionen entlang des Amazonasflußes. Er entdeckte riesige Siedlungen und Millionen von Menschen. Sie ernährten sich durch Ackerbau und Viehzucht. Diese Zivilisation hinterließ aber keine bleibenden Denkmäler, weil Holz als Baustoff verwendet wurde. Diese fortgeschrittene Zivilisation entlang des Amazonas blühte bis in die 1540er Jahre. Man vermutet, dass diese  Zivilisation durch die Verbreitung von Krankheiten aus Europa unter anderem auch durch Pockenerreger vernichtet wurde. Die Rückstände aus der Lebensmittelzubereitung, des Kochfeuers, Mengen von Tier- und Fischknochen und Tonscherben wurden gefunden und bildeten die Grundlage für die geheimnisvolle und fruchtbare Erde der untergegangenen Indiozivilisation, die den Mayas und Inkas vermutlich ebenbürtig war.

 

Stern  Ist Terra preta ein Wunder der Natur?

 

Die Wiederentdeckung der äußerst fruchtbaren Terra preta hat die Sinne der Forscher geschärft. Archäologische Funde zeigen das Amazonasgebiet als Kulturlandschaft, in der es ein reiches Vorkommen von Zuchtpflanzen gibt. Tonfunde sind der Beweis für eine hochentwickelte Gesellschaft, die in Siedlungen und Städten im Amazonasgebiet lebte. Der größte Regenwald der Welt wächst auf den nährstoffärmsten Böden der Welt. Die Böden sind für den Ackerbau ungeeignet. Aber immer wieder entdecken brasilianische Siedler und Ureinwohner in den Weiten des Regenwaldes unnatürliche, kleine, dunkle und humusreiche Flächen, die aus der sogenannten "Terra preta" bestehen. Das Erbe einer alten vergangenen Zivilisation, die Ackerflächen dort im unfruchtbaren Amazonien kultivierte und Ackerbau und Viehzucht betrieb.

Terra preta Böden werden vor allem am Amazonasfluß gefunden aber auch im Landesinneren des Amazonasgebietes kann man kreisrunde oder ovale Flächen finden. Terra preta Böden wurden in kleinen Parzellen von durchschnittlich etwa 20 Hektar angelegt. Bis zu 360 Hektar große Flächen wurden zuerst in Brasilien später auch in Benin, Ecuador, Französisch-Guayana, Liberia, Peru und Südafrika entdeckt. Die vielen Fundorte der dunklen Erden und Tonscherben im gesamten Amazonas-Becken deuten auf die Existenz einer alten einheimischen Zivilisation hin, die vor etwa 500 bis 2500 Jahren dort lebte.

 

 

Vimeo Video - Humusaufbau - Herstellung von Biokohle

 

Stern  Terra preta kann eine Chance für das Klima sein

 

Das könnte sogar zur Chance für unsere moderne Welt werden. Terra preta wörtlich "schwarze Erde" ist ein sehr dunkler, fruchtbarer Boden im Amazonas-Becken und verdankt seinen Namen dem sehr hohen Kohlegehalt. Der Boden wurde von Indios durch Zugabe von Holzkohle, Knochen, porösen Tonscherben und Gülle hergestellt. Dieser Boden ist äußerst fruchtbar und stabil für Tausende von Jahren. Er enthält Stickstoff, Phosphor, Kalzium, Mangan und Zink. Die enthaltenen Nährstoffe werden fast nicht durch die häufigen Regenfälle ausgewaschen, im Gegensatz zu der sonstigen nährstoffarmen Bodenfläche im Amazonasgebiet. Terra Preta Böden wurden von den Menschen zwischen 450 vor Christus und 950 nach Christus angelegt mit einer Tiefe von bis zu 2 Metern.

Terra preta Böden setzen sich zusammen aus Biokohle, organischen Nährstoffe, Mikroorganismen und Kleintieren im Boden. Die Biokohle sorgt für einen leichten gut durchlüfteten Boden und bietet gleichzeitig Mikroorganismen gute Lebensbedingungen. Damit sich die richtigen Mikroorganismen in diesem Boden bilden, muß dieser mit den richtigen Bakterien und Organismen geimpft werden. Biokohle - Die Umwandlung von Biomasse in Kohle erzeugt eine Reihe von Kohlederivate zum Beispiel Ruß. Die Indios mischten Niedertemperaturkohle in schlechte Böden. Bis zu 9 Prozent Ruß kann in Terra preta vorhanden sein. Diese Biokohle ist somit entscheidend für die Nachhaltigkeit der Terra preta, weil sie das CO² und Feuchtigkeit speichert. Im Gegensatz dazu verlieren unsere heutigen landwirtschaftlichen Flächen etwa 50% ihres Kohlenstoffes durch intensiven Pflanzenanbau und benötigen zusätzlich eine CO² - Düngung und müßen bewässert werden.

Wenn Biokohle zur Bodenverbesserung weltweit produziert und genutzt wird, werden erhebliche Mengen an Kohlenstoffverbindungen im Boden gespeichert und wirken der globalen Erwärmung entgegen. Terra preta, die neuartige Erde führt zu verbesserter Nährstoffaufnahme der Pflanzen und macht Düngung überflüssig. Das Wasser bleibt in der Biokohle länger gespeichert, es muß also weniger bewässert werden. Die Biokohle hat hohes Absorptionspotential von organischen Molekülen aufgrund seiner porösen Struktur. Die Nährstoffe werden weniger durch Regen ausgewaschen und verbleiben länger in den Agrarflächen. Die Regenwürmer lieben Terra preta, verteilen und zerkrümeln diese weiter und steigern damit den Humusgehalt des Bodens. Bakterien und Pilze leben und sterben innerhalb der porösen Biokohlemedien, und damit steigt auch der Kohlenstoffgehalt auf natürliche Weise wieder an.

 

 

YouTube Video - Terra preta, Kulturboden der Indios vor 1000 Jahren

 

Stern  Die Herstellung von Terra preta

 

Sie können die Original Terra preta der Amazonas Indios vermutlich nicht exakt herstellen. Die Menschen, von denen man es hätte lernen können sind an europäischen Zivilisationskrankheiten, wie Grippe oder Masern ausgestorben oder sie wurden von den europäischen Entdeckern niedergemacht. Außerdem herrschen in unseren Breitengraden andere klimatische Bedingungen und es leben auch andere Pflanzen und Tiere. Deswegen sind die bodenzersetzenden Bakterien, Kleintiere und Würmer vermutlich nicht genau gleich, allerhöchstens ähnlich denen am Amazonas.

Was wir heute tun können ist zu analysieren aus welchen Bestandteilen die Terra preta zusammengesetzt ist und versuchen ein Substrat zu erzeugen, das dem Original sehr nahe kommt. Denn die Wirkung der Terra preta ist klar erkennbar. Der Boden muß nicht gedüngt werden, er benötigt weniger Wasser und die Pflanzen wachsen trotzdem besser als auf den heutigen Ackerböden mit Kunstdünger.

Die hier beschriebenen Verfahren können in angepasster Form auch für den Kleingarten oder den Balkon genutzt werden.

In Deutschland sind mittlerweile industriell gefertigte Produkte aus Terra Preta in Gartenfachgeschäften erhältlich, zum Beispiel der Terra Preta Bodenaktivator

 

Stern  Was ist Terra preta?

 

Im Grunde genommen ist sie ein Abfallprodukt einer vergangenen Kultur. Sie besteht hauptsächlich aus Asche- und Kohleresten von Lagerfeuern, Küchenabfällen und Exkrementen von Menschen und Zuchtvieh.

  • Menschliche und tierische Exkremente (P und N)
  • Nahrungsabfälle, Tierknochen und Schildkrötenpanzer, auch Eierschalen (P und Ca)
  • Asche aus unvollständiger Verbrennung (Ca, Mg, K, P und Biokohle)
  • Biomasse von Land- und Wasserpflanzen

 

Stern  Terra preta - eine Chance für unsere moderne Welt?

 

Organisches Material und Biokohle wird unter Einfluss von Sauerstoff, Bakterien und Pilzen abgebaut. Dabei werden Kohlendioxid, wasserlösliche Mineralstoffe, Nitrate, Ammoniumsalze, Phosphate, Kalium- und Magnesiumverbindungen freigesetzt, die als Dünger wirken. Ein Teil wird zu Humus umgewandelt. Eine künstliche Düngung oder spätere Nachdüngung ist nicht erforderlich. Einmal richtig eingesetzt regeneriert sich Terra preta weitgehend von selbst.

 

 

YouTube Video - Biokohle aus Brasilien

 

Stern  Die Biokohle muß man impfen

 

Die Biokohle ist kein Dünger aber sie bietet Mikroorganismen gute Lebensbedingungen und sie kann Nährstoffe und Wasser speichern. Es geht also im Grunde genommen lediglich darum die richtigen Mikroorganismen auf oder besser in dieser Biokohle anzusiedeln. Die richtigen Bakterien und Kleinstlebewesen sollen sich dort wohl fühlen und gut vermehren. Man kann die Biokohle mit Kompost oder anderen Materialien aktivieren.  Dazu benötigt man:

  • Feuchtigkeit, damit gelöste Nährstoffe in die Poren der Kohle eindringen können.
  • organische Nährstoffe in einem für Pflanzen zuträglichen Verhältniss, auch Kohlenstoff und Stickstoff
  • Mikroben aus humusreicher Erde oder Kompost

 

Stern  Biokohle und Kompost

 

Mischen Sie 10% bis 20% Biokohle mit 80% bis 90% gutem Kompost. Guter Kompost hat eine krümelige Struktur und riecht nicht faulig oder schlecht. Gut ist es wenn Sie die Qualität des Kompostes genau kennen, weil Sie ihn selbst schon für ihre Pflanzen genutzt haben. Im Kompost sind bereits komplexe organische und chemische Verbindungen für ein gutes Pflanzenwachstum enthalten. Der so gemischte Kompost sollte einige Male gewendet werden. Dadurch steigt die Aktivität der Mikroorganismen. Befeuchten Sie den Kompost einige Male, insbesondere dann, wenn es nicht geregnet hat. Nur dann kann die Biokohle die Nährstoffe in ausreichendem Maße aufnehmen. Nach zwei bis drei Wochen ist die Biokohle aktiviert und die Mischung kann streifenweise in den Boden eingearbeitet werden. Eine längere Lagerung der Mischung schadet aber nicht.

 

Stern  Biokohle und Mist

 

Nutzen Sie verschiedene Mistarten von unterschiedlichen Tieren. Befeuchten Sie die Pflanzenkohle mit viel Wasser. Sie können die Biokohle auch mit Jauche befeuchten. Mischen Sie die Biokohle mit dem Viehmist im Verhältniss vier zu eins. Je nach Nährstoffbedarf der Pflanzen kann dieses Verhältnis auch verkleinert werden. Verteilen Sie die Biokohle etwa 5 cm hoch streifenweise auf einem humusreichen Boden. Decken Sie das Ganze mit Viehmist und/oder Grünschnitt ab und befeuchten Sie alles mit Wasser. Wenden Sie alles einmal pro Woche. Nach drei bis vier Wochen ist der Boden einsatzbereit.

 

 

YouTube Video - Herstellung von Biokohle

 

Stern  Biokohle und Dünger

 

Tränken Sie die Biokohle mit organischem Flüssigdünger oder Harngülle und arbeiten Sie alles sofort streifenweise in den Boden ein. Lassen Sie den Boden einige Zeit ruhen. Die mikrobiologische Besiedlung erfolgt bei diesem Verfahren erst im Boden.

Bei allen genannten Verfahren sollte man zum Schluß noch zerkleinerte Knochenabfälle, Fischgräten, Eierschalen oder Muscheln untermischen, je nach Nährstoffbedarf der Pflanzen.

 

Stern  Terra preta und die globale Erwärmung

 

Kohlendioxid (CO²) und Wasserdampf zusammen verursachen über 90 Prozent der Klimaerwärmung, wobei das Kohlendioxid  den größeren Effekt hat. Der CO² - Anteil in der Atmosphäre wurde seit Beginn der Messungen bis heute um etwa 40 Prozent gesteigert und dieser zusätzliche Ausstoß hält weltweit an. Die Folgen sind soweit bekannt, allerdings so richtig geglaubt wird es immer noch nicht. Anders läßt sich unser eigenes Verhalten und die Lethargie bei den Umweltgipfeln der Politiker nicht erklären. Es wäre also an der Zeit auch einmal selbst darüber nachzudenken, was man dagegen tun kann. Die Terra preta wird das Klimaproblem nicht alleine lösen, da die produzierten Mengen noch zu gering sind und es vermutlich auch bleiben werden. Aber ein Anfang ist gemacht. Und warum nicht etwas tun, das für gutes Pflanzenwachstum im eigenen Garten sorgt und somit richtige Vorteile in Form von gespartem Geld bietet. Durch dauerhafte CO² - Einlagerung im Boden ist die Terra preta auch noch für das Klima gut. Warum immer teuren Kunstdünger kaufen, der mit jedem Regen ausgewaschen und in das Grundwasser und die Flüße gespült wird? Warum ständig die Äcker mit Mengen von Trinkwasser bewässern? Was spricht denn dagegen diese nährstoffreiche und wasserspeichernde Erde selbst herzustellen und damit eigene Erfahrungen zu sammeln? Das Produkt ist gut und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Landwirt oder Gartenbesitzer: Mach doch mit und teste selbst!


Wir betreiben ein Terra preta Projekt in Governador Valadares / Brasilien. Wer will kann sich gerne beim Webseitenbetreiber erkundigen und auch beteiligen.

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