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Aquakultur mit Tilapias

Tiere und Pflanzen » Aguacultura Brasil » Aquakultur mit Tilapias

  • Blauer Tilapia
    Blauer Tilapia
  • Mango Tilapia
    Mango Tilapia
  • Tilapiabarsch
    Tilapiabarsch

 

Stern  Die unterschiedlichen Aquakultursysteme

 

Es gibt drei grundlegende Arten von Aquakultursystemen für die Fischzucht: Geschlossene Fischzuchtsysteme, offene Fischzucht-systeme und Kreislauf- oder Recyclinganlagen.

 

  • Geschlossene Fischzuchtsysteme haben eine Wasser-Aufbereitungsanlage und künstliche Belüftungssysteme. Pumpen halten den Wasserkreislauf in Gang. Ein Eindringen von Krankheitskeimen und Viren von außen in die Fischzuchtanlage soll verhindert werden.

 

  • Offene Fischzuchtsysteme werden in Flüssen, Seen oder Meeren aufgebaut. Man nennt sie auch Netzgehege-Haltungssysteme. Durchflussanlagen mit Teichen und Bächen oder kleinen Zu- und Abflüssen sind eine weitere Methode der Fischzucht. Die Hauptmenge der weltweit erzeugten Aquakulturprodukte wird mit Teich- und Durchflussanlagen und mit der Netzkäfig- oder Netzgehegehaltung erzeugt.

 

  • Kreislauf- und Recyclinganlagen für die Fischzucht, wie bei der Aquaponik eingesetzt, sind eher selten, obwohl gerade diese Anlagen große Kosteneinsparungen durch die Kombination von Pflanzen- und Fischzucht ermöglichen.

 

Monokultur und Polykultur sowie intensive und extensive Aquakultur sind weitere Unterscheidungskriterien von Aquakultursystemen. Der Hauptanteil der Aquakulturprodukte wird immer noch in extensiven oder halb-extensiven Aufzuchtsystemen hergestellt. Etwa 60 % der Aquakulturprodukte stammt aus Süßwasserfischzuchten und wird für regionale Absatzmärkte vor Ort erzeugt. Die Brackwasseraquakultur wird vorwiegend für die Shrimps- und Garnelenzucht genutzt. Weiterhin gibt es noch Algen- und Muschelzucht.

 

Stern  Die Süßwasser-Aquakultur mit Tilapias

 

Es gibt natürlich viele geeignete Fische für die Aquakultur. Wir empfehlen für tropische Länder, wie Brasilien, die Tilapia Fischzucht. Gerade die Tilapia Fischzucht verbreitet sich rasend. In über 80 Ländern der Welt wird der Tilapiabarsch schon gezüchtet. Nur in Nordamerika werden jährlich über 45000 Tonnen Tilapiabarsche verzehrt. Der größte Absatzmarkt für Tilapiabarsche in Europa ist Großbritannien. Der Hauptlieferant für Europa ist Taiwan. Der Tilapia ist also ein wichtiger Süßwasser-Speisefisch. Er wird bis zu 7 Jahre alt und bis zu 5 kg schwer. Es wurden auch schon Tilapia Speisefische in den Flüssen Brasiliens mit mehr als 5 kg Gewicht geangelt. In den Handel zum Verzehr gelangt der Tilapia Speisefisch ab etwa 1 Kg Gewicht. Tilapiabarsche sind Allesfresser, Pflanzenfresser und Planktonfresser. Sie ernähren sich von Insekten, Samen, Früchte, Wurzeln, Algen, Plankton und kleinen Fischen und können auch rein pflanzliches Futter verwerten.

 

Probleme: Tilapias verteidigen in der Laichzeit ihr Revier gegenüber anderen Fischen. In der übrigen Zeit sind Tilapiabarsche verträglich. Sie betreiben sogar Brutpflege  und können zusammen mit Jungfischen gehalten werden. Wenn die Tilapias aber zu wenig Platz haben, dann können sie sich auch durch Bisse verletzen und sogar töten. Abhängig vom Futter erreichen junge Tilapiabarsche in 9 Monaten 500 g Lebendgewicht. Etwa 100 Jungfische können in einem Kubikmeter Wasser gehalten werden.

 

 

YouTube Video - Embrapa - Construção de Viveiros Escavados

 

Stern  Die Wasserqualität der Zuchtanlage

 

Das Hauptproblem bei der Fischzucht ist die Erhaltung der Wasserqualität. Sie entscheidet letztlich über den Erfolg bei der Haltung und der Aufzucht der Tilapia-Barsche. Die Fische reagieren schnell auf Sauerstoffmangel im Wassertank, auf Wasserverschmutzungen, auf Temperaturschwankungen, Salzgehalt, Wasserhärte, und vielem mehr. Der Tilapia-Speisefisch ist einer der wichtigsten und erfolgreichsten Zuchtfische weltweit. Die Wassertemperatur sollte 20 bis 30 Grad betragen. Ansonsten sind Tilapias anspruchslose Fische und unempfindlich gegenüber Krankheiten. Eine Gabe von Arzneimitteln und Antibiotika ist nicht oder nur ganz selten notwendig. Das normale Wachstum wird aber gestört, wenn die Bedürfnisse der Fische nicht beachtet werden. Fische fressen je Tag etwa 1-2% ihres Gewichts an Nahrung, produzieren Fischkot und andere Stoffwechselprodukte, die die Qualität des Wassers nicht verbessern. Das Wasser reichert sich an mit Ammoniak, Schwefelwasserstoff (H2S), Kohlenstoff und Schadstoffen aus der anaeroben Zersetzung von Futter- und Pflanzenresten.

 

Stern  Die Wasseraufbereitung - Pflanzen sind biologische Filteranlagen

 

Um das Wasser der Fische wirksam zu verbessern und um den Tod der Tilapia-Barsche zu verhindern, ist eine Behandlung des Wassers notwendig. Dazu gehört es auch, dass man sich mit der Wasserchemie und mit Reinigungs- und Filteranlagen vertraut macht. Mit der Belüftung des Wassers und biologischen Filtern kann eine konstante Wasserqualität ermöglicht werden. Die biologischen Filteranlagen in Europa, USA und Australien sind in der Lage das Wasser auf einfache Weise zu behandeln, so dass eine Wiederverwendung und Recycling des Wassers in einem geschlossenen Kreislauf ermöglicht wird. Biologische Wasseraufbereitungsanlagen werden genutzt, um das Wasser der Zuchtanlage zu reinigen. Dadurch reduziert man den Wasserverbrauch und schont die Umwelt. Die Behandlung des Wassers in separaten Filteranlagen mit UV-Licht, Salz und Ozon tötet Parasiten und Krankheitserreger und verhindert den Pilzbefall der Jungfische. Der biologische Filter kann auch verwendet werden, um Produktionswasser aus der Aquaponic-Fischzuchtanlage oder sogar industrielles Abwasser zu behandeln und in einer eigenen Abwasserbehandlungsanlage zu verarbeiten. Es gibt sehr viele Anwendungen und Lösungen der Wasseraufbereitung. Die Filter werden oft  ebenerdig angelegt. Mehrere Schichten spezifischer Filtersubstrate mit unterschiedlichen Korngrößen verhindern die Grundwasserverschmutzung. Oberhalb der Filteranlagen filtern dort angebaute Gemüsepflanzen das Wasser mit biologischer Filtrationsleistung weiter und bieten zusätzlich eine schöne Optik.

 

 

YouTube Video - Aquaponik - ein vorbildliches System-FUTURE-ARTE

Die Ausscheidungen der Tilapia-Fische sind ein idealer Dünger für Gemüse und andere Pflanzen. Eine Blumenzucht zum Beispiel ist genauso möglich, wie der Anbau von Gemüsepflanzen. Die Anforderungen an den PH-Wert und die Nährstoffversorgung der angebauten Pflanzen müssen natürlich erfüllt werden. Die Pflanzen müssen für ein Wachstum in Substraten geeignet sein. Die Kombination von Fischzucht und Pflanzenzucht hilft beiden. Die Pflanzen reinigen das Wasser von den Abfallstoffen der Fische. Dadurch kann das Wasser länger für die Aufzucht der Fische verwendet werden. Die Frischwasserzufuhr wird vermindert. Das spart Kosten und schont die Umwelt. Die Fische mit ihren Ausscheidungen wiederum ersparen dem Pflanzenzüchter die Düngung. Bis zu 80 % Dünger kann auf diese Weise eingespart werden. Außerdem ersetzt die Kombination aus Fischzucht und Pflanzenanbau eine chemische Düngung und eine Wasserfilterung mit Chemikalien. Fische und Gemüsepflanzen nutzen das gleiche kristallklare Wasser.

Eine Verdoppelung der Einnahmen ohne Zugabe von Chemikalien und Düngemittel ist möglich. Die Qualität der hergestellten Produkte ist ausgezeichnet, viel besser und gesünder im Vergleich zu den heute herkömmlichen Anbau- und Zuchtsystemen mit chemischer Düngung und Antibiotikabehandlung.

 

Stern  Welche Pflanzen kann man für die biologische Filterung verwenden?

 

Zierpflanzen, Gemüse oder Blumen können bedenkenlos angebaut werden. Man muß lediglich darauf achten, dass die Pflanzen keine Giftstoffe an das Wasser abgeben und die benötigten Nährstoffe in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Durch geschickte Kombination der Pflanzen können so gut wie alle Nährstoffe aus dem Wasser von Pflanzen aufgenommen werden. Für die Filterung und den Pflanzenanbau können Kokosfasern, Kies, Blähton, Seramis, Lava, Perlite und Kombinationen davon als Substrat genutzt werden.

 

Stern  Die Wasserchemie

 

Das Wachstum der Tilapia-Fische verringert sich wenn der Ammonium- und der Ammoniakwert zu hoch ist, die  Nitritwerte zu hoch sind, der PH-Wert zu hoch oder zu niedrig ist, starke Temperaturschwankungen vorliegen, unzureichende Belüftung vorhanden ist, starke Ablagerungen das Wasser verschmutzen, sich tote Fische im Wasser befinden oder Krankheiten vorhanden sind. Ansonsten nehmen Tilapiabarsche bis zu 5% ihres Gewichtes pro Tag an Futter zu sich und setzen davon etwa 90% in Gewicht um. In 100 Litern Wasser kann man etwa 3 kg Fischgewicht problemlos halten.

Abhängig von der Futtermenge wird auch das Wasser mit Fischkot und Futterresten verschmutzt. Wenn man Pflanzenbeete in den Kreislauf hinzufügen kann, so ist das ideal, um Nährstoffüberschüsse zu verwerten. Wenn zu viel Pflanzen im System sind, die Schadstoffe abbauen, dann geht es den Fischen umso besser. Der kostenlose Gratis-Teich-Report >Expertenwissen aus der Praxis zeigt, wie es geht.

 

Stern  Wie oft muß das Wasser der Fischzuchtanlage umgewälzt werden?

 

Das Wasser in der Zuchtanlage sollte mindestens viermal am Tag umgewälzt werden. Dabei dürfen die Pumpen aber nicht kontinuierlich laufen, da sonst die Pflanzen permanent im Wasser stehen würden. Schaltzeiten von 15 Minuten mit einer Pause von 45 Minuten haben sich als gut erwiesen. Es können aber auch andere Bewässerungszeiten mit längeren Trockenphasen genutzt werden. Das hängt vom örtlichen Klima, der Temperatur und den eingesetzten Pflanzen ab. Auch nachts sollten längere Trockenphasen eingeplant werden. Ohne Licht wachsen die Pflanzen nicht. Sie benötigen dann weniger Nährstoffe.

 

Ein Beispiel: Der Fischtank hat 2000 Liter Wasser. Eine Pumpe mit einer Leistung von 2000 Liter in der Stunde läuft jede Stunde 15 Minuten lang und ist für 45 Minuten aus bevor sie sich wieder anschaltet. Die Pumpe läuft von 7 Uhr bis 22 Uhr jede Stunde für 15 Minuten an. 22 minus 7 = 15 Schaltungen. 15 mal 15 Minuten sind 3,75 Stunden Pumpenlaufzeit. Nachts läuft sie um Null Uhr, um drei Uhr und um sechs Uhr. 3 mal 15 Minuten sind 0,75 Stunden Laufzeit. Die Pumpe läuft also täglich 4,5 Stunden. Das bedeutet, bei einer Förderleistung von 2000 Liter wird das Wasser 4,5 mal umgewälzt.

 

Stern  Wie groß soll das Pflanzenbeet sein?

 

Im Substrat leben Bakterien, die Schadstoffe abbauen. Erst die Abbauprodukte der Bakterien sind für die Pflanzen verwertbar. Pro Liter Anlagenwasser sollte ein Liter Substrat oder 10x10x10 cm Würfellänge des Substrates eingesetzt werden.  Die Substrathöhe richtet sich nach den Pflanzen und der Wurzellänge. Üblich sind 25-30 cm. Das Substrat sollte abhängig von den Pflanzen nicht höher als 70 cm gewählt werden. Abhängig von der Wurzellänge der eingesetzten Pflanzen ermittelt man die Beethöhe. Jetzt kann man die Kubikmeter errechnen: Beettiefe x Beetlänge x Beetbreite. Die Kubikmeter des eingesetzten Substrates sollte zu den Kubikmetern Wasser identisch sein, also je 1000 Liter Wasser ein Kubikmeter Substrat. Etwas zu viel Substratmenge und damit auch etwas zu viel Pflanzenmenge schadet nicht. Zuwenig Substrat erhöht dagegen schleichend die Schadstoffe im Wasser und das schadet den Fischen auf Dauer. Deswegen sind ständige Kontrollen des Wassers, der Fische und der Pflanzen unumgänglich.

 

Stern  Die Fischseuchenverordnung in Deutschland

 

Wenn Sie in Deutschland eine Fischzucht betreiben wollen dann sollten Sie sich auch mit der gültigen Fischseuchenverordnung in der Fassung des jeweiligen Bundeslandes vertraut machen. Im anderen Falle drohen Strafen oder Verbote. Ein Muster kann man hier kostenlos downloaden. Die Fischseuchenverordnung dient dem Schutz vor Viruserkrankungen bei Fischen. Fischseuchen sind oft nicht behandelbar und Seuchenausbrüche sollen dadurch eingedämmt oder verhindert werden.

Stand: 24.01.2016

 

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